21 December 2009

Soul Kittchen

Mehr darüber, wie Fatih Akin Ähnlichkeiten zwischen seinem Film 'Soul Kitchen' und Alexander Wall(asch)s Roman 'Hotel Monopol' zu unterbinden versucht:

Florian Arnold in der Braunschweiger Zeitung

Daniel Kothenschulte in der Frankfurter Rundschau

Susan Vahbzadeh in der Süddeutschen Zeitung.

Insbesondere der Artikel in der SZ folgt der von Fatih Akin vorgegebenen Strategie: Alexander Wallasch als jemanden hinzustellen, der einen platten Verfilmungsvorwurf erheben würde, um diesen dann als Inspirationsverdacht herunterzuspielen und nonchalant festzustellen: "Übereinstimmungen gibt es in der Tat, in vielen Details und im großen Ganzen der Geschichte". Doch für nicht mehr hat Fatih Akin gegen Alexander Wallasch mal eben eine einstweilige Verfügung erhoben – und vom Hamburger Gericht auch noch Recht bekommen. Warum? Die Begründung des Gerichts steht weiterhin aus.

14 December 2009

Ursache-Wirkung-Schwäche?

Fatih Akin sagt – so der Tagesspiegel, er habe "ein seltsames, schwer erklärbares Problem: Dinge, die er filmt, werden wahr." Denn: Kaum hat er den Film 'Soul Kitchen' gedreht, der die Gentrifizierung Hamburgs zum Thema hat, da findet diese auch schon statt.
Glaubt Fatih Akin wirklich, vor Drehbeginn im letzten Winter habe es in Hamburg noch keine Gentrifizierung gegeben? Diese Ursache-Wirkung-Schwäche – auch Egomanie genannt – könnte erklären, weshalb er nicht akzeptieren mag, dass ein Autor sich über die zahlreichen Ähnlichkeiten des Films mit seinem bereits 2006 erschienenen Roman wundert.

10 December 2009

Les pays des drogues



3 December 2009

Heydü


Fatih Akins neuestes Projekt handelt von einer Muslimin, die sich in der Schweiz in einen einfachen Almjungen verliebt. Arbeitstitel: "Heydü". Eine einstweilige Verfügung, die es in Zukunft verbietet zu behaupten, Heydü wäre Heidi, erging bereits profilaktisch an die Erbengemeinschaft Johanna von Spyris. Ebenfalls eine einstweilige Verfügung erhielten die japanischen Heidi-Zeichner. (ACHTUNG: SATIRE!)

30 November 2009

Wer sieht, ist schuld?

Friederike Gräff beginnt ihren Artikel in der Taz Nord über die Verhandlung im Fall Akin gegen Wallasch (und nicht umgekehrt!) am vergangenen Freitag mit den Worten: "Das Ganze ist vorsichtig gesagt verwirrend: Steht da nun David gegen Goliath? Oder bedient sich ein geltungssüchtiger Fan eines wohlfeilen Vorwurfs, um sich Anteil am Ruhm eines bekannten Regisseurs zu verschaffen?"
Das ist die übliche Rhetorik der Herrschenden: "Bauer, du schöpfst Verdacht, wir hätten dir das Wasser abgegraben? Ach, du bist doch nur neidisch."
Immerhin bringt der Schluss des Artikels die Sache auf den Punkt: "Die 'auffälligen' oder 'frappierenden Ähnlichkeiten' waren am Freitag gar nicht Gegenstand vor Gericht. Dennoch erwiesen sie sich als Fallstrick für eine gütliche Einigung: Akins Anwalt will Wallasch dazu verpflichten, nicht mehr davon zu sprechen. Dies aber hieße, Wallasch den Mund zu verbieten, sagte dessen Anwalt. Und das käme nicht in Frage."
Wollen Akins Anwälte künftig auch gegen jeden sonst vorgehen, der solche Ähnlichkeiten bemerkt und nicht für sich behält? Oder nur gegen den einen, der von ihnen persönlich betroffen ist?

26 November 2009

Hey, Digger!

Das Problem mit den Skandalen um Fatih Akin: Sie beruhen auf Tatsachen. Tatsachen, die an sich gar nicht problematisch sein müssten. Warum nicht eine Hauptrolle mit einer früheren Porno-Darstellerin besetzen? Warum nicht einen Film drehen, der auffällige Ähnlichkeiten mit einem Buch aufweist, das lange Zeit auf dem eigenen Nachttisch gelegen hat? Problematisch ist, dass Akin anscheinend meint, in einer Gesellschaft zu leben, in der es ihm moralisch bzw. juristisch zusteht, dass solche nun einmal interessanten Tatsachen ungenannt bleiben, statt dass er sie offensiv kommuniziert. Eine Gesellschaft, in der sein Ruf mehr gilt als der eines Braunschweiger Kleinverlags-Debütanten. Aber zum Glück ist Norddeutschland doch nicht Nordkorea. Der Welt-Artikel steht wieder regulär online – inklusive meiner bis heute unerwiderten Wette um eine Kiste Roederer Cristal auf Kommentarseite 11 – und die Facebook-Blockade des Google-Archivs ist hinfällig geworden.

Norddeutschland oder Nordkorea?

Auf Facebook ist es leider nicht mehr möglich, auf den in der Welt erschienenen Artikel zu den Ähnlichkeiten von Fatih Akins Film 'Soul Kitchen' mit Alexander Wall(asch)s Roman 'Hotel Monopol' zu verlinken. Der Link wurde von emsigen Facebook-Nutzern als Missbrauch indiziert. Darum hier.

25 November 2009

Kommt in Scharen!

Akin gegen Wallasch
Freitag, 27.11.2009, 10 Uhr
Landgericht Hamburg
Sitzungsraum B335
Sievekingplatz 1
20355 Hamburg

17 November 2009

Wie aus Hanna Schygulla Adam Bousdoukos wurde

Fatih Akin und seine Produktionsfirma Corazón weisen darauf hin, dass es bereits 2003/4 erste Drehbuchfassungen des Films 'Soul Kitchen' gegeben habe. Schon deshalb könne der Film nicht auf Alexander Wall(asch)s Roman 'Hotel Monopol' beruhen. Seltsam nur: Wie man im Spiegel-Archiv nachlesen kann, war 'Soul Kitchen' im August 2004 noch als Film über eine Barpianistin konzipiert. D i e Hauptrolle sollte Hanna Schygulla spielen.

15 November 2009

"Genehmigung erhalten"

Heute schreibt Gerrit Bartels im Tagesspiegel über Harry Nutts Buch 'Mein schwacher Wille geschehe':
"Und so will Nutt immer wieder aufzeigen, wie aus Beharrungsvermögen, Trägheit oder Unlust schöpferische oder seltsame Energien gewonnen werden – auch um den Preis, dass ihm bei seinen gedanklichen Sprüngen, klugen Abschweifungen und feinen Bonmots manchmal eine gewisse Stringenz fehlt. Beispielsweise verlinkt er problemlos Oblomow mit den zunehmenden Privatinsolvenzen – und schließt dann nicht weniger problemlos einen genauso eigenartigen wie kreativen Schriftsteller wie Ingo Niermann an. Niermann plant in Sachsen-Anhalt ein riesiges Grab in Form einer Pyramide, die Angehörigen aller Nationalitäten und Religionen als monumentale, aber auch preiswerte Grabstätte zur Verfügung stehen und das laut Ingo Niermann „größte Bauwerk der menschlichen Kultur“ werden soll. (Eine Genehmigung dafür haben Niermann und seine Helfer übrigens schon vom Land Sachsen-Anhalt erhalten.)"

11 November 2009

Ein geniales Eigentor von Fatih Akin

Alexander Wallasch sagt in jedem Interview, das man dieser Tage mit ihm führt, dass er zwar auffällige Ähnlichkeiten sehe, aber gar nicht behaupte, dass Fatih Akins 'Soul Kitchen' eine Verfilmung seines Romans 'Hotel Monopol' sei – so auch dem Hamburger Abendblatt gegenüber. Trotzdem leitet dieses den Artikel "'Soul Kitchen' mit Beigeschmack" mit dem Satz ein: "Dem Regisseur Fatih Akin wurde von einem Romanschriftsteller vorgeworfen, er habe mit 'Soul Kitchen' dessen Roman verfilmt." Das geschieht völlig rechtens, denn es kann sich ja auf die Behauptung von Akins Firma Corazón berufen: "Es ist zutreffend, dass Fatih Akin von einem Romanschriftsteller vorgeworfen wird, er habe mit 'Soul Kitchen dessen Roman verfilmt." Fatih Akin betreibt also seinen eigenen Rufmord. Und wenn morgen auch in der Bild-Zeitung steht, Fatih Akin habe geklaut, dann dürfen wir wieder einmal ganz doll mit ihm und seiner Truppe Mitleid haben – wie schon einmal im Fall Sibel Kekili. Genial.

Immerhin, auch die Verkaufszahlen der Pornos, in denen Sibel Kekilli mitgewirkt hat, sind durch den Skandal in die Höhe geschossen. Denn diese Pornos gibt es – "dreckige Hetzkampagne" hin oder her – ja tatsächlich.

9 November 2009

Fatih Akin Copycat?

Morgen erscheint in der 'Welt' (schon jetzt online) ein Bericht über die auffälligen Ähnlichkeiten zwischen Fatih Akins neuem Film 'Soul Kitchen' und Alexander Wallaschs bewegendem Kneipenroman 'Hotel Monopol'. Fatih Akins Film handelt von den Opfern der Hamburger Gentrifizierung, aber er selbst scheint bereits auf die Seite der Täter gewechselt zu sein und zu meinen, den Autor eines Kleinverlags mal eben mundtot machen zu können. FIGHT THE POWER!

2 November 2009

Ein, zwei, tausend Große Pyramiden?


Original.




Originaler?



Ever since the Great Pyramid project gained international media attention people have accused me of having stolen their idea. Usually I had never heard of them before and their ideas were drastically different. But now there is a new situation. Founding member and former chairman Jens Thiel is presenting himself as the legitimate heir to the Friends of the Great Pyramid association’s work, copying and modifying the content of our website.
Already last year, a gloomy Thiel told me in front of some witnesses: “Ingo, you invented it, but I am
the Pyramid.” Drunk and wearing a hood, he resembled a doomed character from a German Expressionist movie. The months that followed did indeed turn out to be horrible, as Thiel wanted the rest of our team to suffer from his personal crisis at least as much as he suffered himself. He considered this to be “just fair,” as in 2007 he had done more than anyone else to make the Great Pyramid happen. But when the project funding from the Federal Cultural Foundation of Germany was gone and Thiel’s salary ended, his enthusiasm faded. He created a decent financial mess, left our association, and hijacked the association’s original web address, thegreatpyramid.org.

It cost us some money and a lot of time to put things back in order and to move our content to

the new web address www.thegreatpyramid.de this year. But Thiel has not ceased to bother us now that his “nasty breakdowns” have apparently subsided. At the old association’s web address, he claimed that our website is just a “hype”. In October he launched his own “The Great Pyramid” website onto which he is copying our content, falsely asserting that it has existed “since 2006” (a couple of days later it’s „since 2005“) and that our “supporting association Friends of the Great Pyramid e.V. (…) is now defunct” while an anonymous “core part of the original team” – obviously just him – ”carries on with the project”. Thiel is far from following his own “indispensable” guideline: “Be true!”

I and the Friends of the Great Pyramid claim no copyright on the idea of the Great Pyramid. If Thiel or anyone else should be successful in making it happen, we would only be happy. But stealing content from our website and telling lies about our association is another matter. Until now, more than 1500 people have made an unbinding reservation for a Pyramid stone and we have the utmost respect for their trust. We are currently developing different strategies to make the Great Pyramid actually happen. We are far from defunct.

1 November 2009

Facebook Is Over

Facebook users are just too embarrassed to confess it.

FaceBook Is Over: 50 members
FACEBOOK IS OVER: 41 members
Facebook is over.: 31 members

Blogs are back.

30 October 2009

Die Große Pyramid ist tot


Die kollektive Wikipedia-Intelligenz hat entschieden: Die Große Pyramide ist tot. Den englischen Wikipedia-Eintrag zur Großen Pyramide gibt es weiterhin, doch die deutschsprachigen Experten waren schlauer:

"Ich kann nicht erkennen, was dieses Möchtegern-Projekt ohne jede Chance auf eine Realisierung im angestrebten Masstab für ein Lexikon relevant macht. Ausser 5 (!!!) symbolischen Steinen hat sich wohl noch nichts getan und das "Projekt" besteht aus Facebook-Seiten und einem Verein. Nebenbei würde ich unter der Bezeichnung "Große Pyramide" eher eine Übersicht über real existierende Pyramiden wie die des Cheops oder die mexikanische G.P. in Cholula erwarten, aber nicht Werbung für ein Hirngespinnst eines Künstlers. Wenn, kann das als Randbemerkung unter Ingo Niermann untergebracht werden. --91.36.103.90 17:08, 10. Okt. 2009 (CEST)

Dafür, dass es den Artikel schon zwei Jahre gibt, hält er sich mit Relevanznachweisen ziemlich bescheiden zurück. Dafür ist er voller Namedropping. Und war auch schon sehr viel länger (und noch mehr voller blabla) --PaterMcFly Diskussion Beiträge 17:32, 10. Okt. 2009 (CEST)
Falls der Artikel behalten werden sollte, bitte umbenennen. Da sträuben sich jedem Ägyptologen, und nicht nur diesen, die Nackenhaare. --Gudrun Meyer 19:27, 10. Okt. 2009 (CEST)
Auf jeden Fall. Auf dieses Lemma gehört (so oder so) eine BKL. --PaterMcFly Diskussion Beiträge 19:32, 10. Okt. 2009 (CEST)

Die Verschiebung war nötig. Ich habe sie daher durchgeführt. ÅñŧóñŜûŝî (Ð) 14:32, 16. Okt. 2009 (CEST)

Eine Relevanz des Niermann-Projekts kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen. Die Verschiebung war auf jedenfall schon mal richtig, aber das Projekt selbst halte ich für vollkommen irrelevant: löschen. --GDK Δ 14:40, 16. Okt. 2009 (CEST)
Ich hätte ja auf Große Pyramide (phantastische Utopie) verschoben ;-) --PaterMcFly Diskussion Beiträge 13:25, 19. Okt. 2009 (CEST)
@PaterMcFly: Nicht weinen. Die WP-Familie ist ja bei dir. Wahrscheinlich kommt die Seite sowieso in die Tonne und dann tut der falsche Name nicht mehr weh. ;-)) ÅñŧóñŜûŝî (Ð) 00:24, 20. Okt. 2009 (CEST)"

15 October 2009

Jobideen


Erstens, eine Versicherung gründen. “Diamond Life. Inc. – To protect and to serve (Wir versichern alles). Ihre Doktorarbeit könnte nicht rechtzeitig fertig werden? Ihre Waschmaschine könnte durch das damit produzierte Kunstwerk, das viel Fett einschließt, beschädigt werden? Wir versichern, wie gesagt, alles. Sprechen Sie mit uns.” Eine Versicherung, die einfach alles, ohne viel zu fragen, versichert. Wieviel sicherer wäre das Leben!

Zweitens, eine Website, natürlich nur durch ethisch einwandfreie Werbepartner finanziert, die als Umschlagplatz für allerhand religiöse Ideen fungiert. Jesus-Hacker tauschen Code-Schnipsel. Berühmte, mächtige, berüchtigte Freikirchen und Sekten würden uns mit Klagen überziehen, doch wir stünden wie eine Eins. Und DER SPIEGEL würde so einen mit dieser feinen Ironie durchzogenen Drei-Seiter über uns machen, einschließlich einer Textbox über die Hin– und Rückwendung (religere, sich Rück-versichern (sic!) oder so ähnlich) der Jugend zu spirituellen Inhalten (Piratenpartei, etc.).

Drittens, ein paar Photos machen, in einem lokalen Rahmenhandel den Geldwert von vier BATIIa/2-Stellen investieren, mit einem befreundeten Drucker über die Tonerpreise für den Epson Pro 9700 lamentieren, und schnell (laut Thomas Demand: zu früh) an zahlreichen Ausstellungen teilnehmen. Prätentiöse Titel nicht vergessen!

Eine der drei Unternehmungen klappt bestimmt, mit einem vom mutigen Betreiber frei zu wählenden Vorzeichen.

13 October 2009

Unaufdringlicher Bestseller

Andrea Schwarz,
"Ich mag Gänseblümchen: Unaufdringliche Gedanken"
Herder, 96 Seiten, 27. Auflage

Andrea Schwarz hat keinen Wikipedia-Eintrag.

8 October 2009

Blue in Green

5 October 2009

Trailer Park

Lisa Fütterer, kleines wohnen personalisiert, 2009

2 October 2009

ingoniermann.com

ingoniermann.com

21 September 2009

Disappear here


"Susan is wearing a white T-shirt with the words LOS ANGELES written on it in red handwriting that looks like blood that hasn´t quite dried, dripping."

"Rachel steps out of the darkness, wearing sweats and a revealing T-shirt with the words LOS ANGELES on it, the flower from earlier still in her hair."

"Danny is wearing a pair of khaki shorts and a FOOTLOOSE T-shirt he got the night of the premiere party at the studio his father is executive in charge of production at."

"He´s waering a Polo bathing suit and a T-shirt that has CALIFORNIA written across it in bright-blue letters, a T-shirt I bought him last year, and he has glasses on and doesn´t seem surprised to find me standing outside his door."

"The cameraman says 'Smoke machine busted' again and one of the girls from outside walks in and if anyone has seen her KAJAGOOGOO T-shirt lying around anywhere and then if Martin needs to use her anymore."

"I get out of bed and put on a pair of Bermuda shorts and a FLIP T-shirt and take the elevator down to the lobby, put on my sunglasses since my eyes are puffy."

"I wipe sweat off my forehead and watch as the girl, unfazed, walks over to a palm tree and leans against it, her white T-shirt with the word CALIFORNIA on it soaked with sweat [...]."

(Ellis, The Informers)

17 September 2009

Tame and Work

"Depression, in most of its manifestations, is the healthy suspicion that 1) there may not be an aim or point to existence, and/or 2) that the life people have actually created, the 'structure of society,' is not one worth participating in. The objective should not be to kill this suspicion, but to tame it and work with it."

16 September 2009

Another Area, Part 2


"I stand up, sit down, stand up again, pull on my shorts and walk out to the balcony and stand there with my hands on a railing, staring at Century City. The sun is setting and the sky is orange and purple and it seems to be getting hotter. Take a deep breath, trying to remember when Christie and Randy came over, when Martin let them in, when the turned on MTV, when they ate the first pineapple, when they lit the second joint, the third, the fourth. But now, inside, the video has changed and a boy gets sucked into a giant cloud shaped like a television." (Bret Easton Ellis, The Informers)

Another Area, Part 1

7 September 2009

Fehlerquoten

Schlagwort Freizeitpark:

Juristisch sind Freizeitparks als Spielplätze definiert, die sich auch an Erwachsene richten, deren Besucher also über die regelmäßig vorauszusetzenden Tugenden der Besonnenheit und Mäßigung verfügen (z.B. eine sympathische Kleingruppe bestehend aus 26-bis 31-Jährigen; keine Kinder).

In den meisten Parks wird für das Betreten des Geländes ein Eintritt erhoben (z.B. 31,00 Euro*), in der Regel können danach die meisten Attraktionen ohne weiteres Entgelt benutzt werden. Vor der Benutzung der Attraktionen ist jedoch mit längeren Wartezeiten zu rechnen, die meistens in keiner Relation zur Fahrtdauer oder zur Dauer der Show stehen (z.B. Spongebob "Splash Bash": 15 zu 4, Mad Manor: 23 zu 1, Ice Age Adventure: 30 zu 5, The Bandit: 24 zu 1,5, Aaron Hypnose: 35 zu 45, MP Express: 30 zu 1,5**).

Aus diesem Grund ist ein Freizeitpark meistens so angelegt, dass dieser ein Ausflugsziel für einen Tagesausflug bietet.

Größere Parks bieten zunehmend auch Übernachtungsmöglichkeiten für mehrtägige Aufenthalte oder bieten Zusatzangebote wie ein angegliedertes Spaßbad, Kinos, Räumlichkeiten für Konferenzen und natürlich zahlreiche gastronomische Angebote (z.B. Hot Dog 2,70 Euro, Wurst 2,75 Euro, Bier 3,00 Euro).

*Alle Angaben mit freundlicher Unterstützung von Susanne Blech und Band

**Alle Angaben in Minuten

4 September 2009

Spannungen

Eine Frage gehört in das ästhetische Feld, wenn sie mit den Prädikaten 'schön/hässlich' operiert und sich auf Werke der Kunst oder der Natur bezieht.

Erste ästhetische Dimension: theoretisch; Grundspannung: schön/wahr; Einstellung: reflexiv; Vertreter: Kant; Ein ästhetisches Phänomen ist von anderen Sprachverwendungsmöglichkeiten zu unterscheiden. Was charakterisiert diese Differenz? Was ist ein Kunstwerk?

Zweite ästhetische Dimension: poetisch; Grundspannung: schön/nützlich; Einstellung: technisch; Vertreter: Heidegger; Hier wird Aufschluss darüber verlangt, was die ästhetischen Phänomene von anderen hergestellten Dingen für Gebrauch und Vergnügen unterscheidet.

Dritte ästhetische Dimension: praktisch; Grundspannung: schön/gut; Einstellung: ethisch; Vertreter: Nietzsche; Diese Dimension überschreitet das Urteil und das Werk.

"Polizei und Justiz sind weitgehend geschlossene Referenzsysteme. Ihre Akten beruhen auf anderen Akten, Wahrheit wird attestiert, wenn die Texte sich nicht widersprechen." (Nils Minkmar, FAS, 30.09.09)

"Wir waren so unheimlich konsequent..."(Stefan Wisniewski, taz, 11.10.1997)

17 August 2009

Sehen

Es geht um die Kunst des Lesens, des Erkennens, des Auswertens. Denken Sie an Ihre Tätigkeiten beim Lesen des Kontoauszugs - jener große Bildungsroman der zum Road Movie wird - an den kurzen Schrecken, das kurzweilige Staunen und die langwierige Überlegung "Was tun?". Also jene vergessene Frage, die mit dem Blick auf folgene Rangliste in jeder Gehirnwinde tobt, da die Entscheidung zwischen Inhalt und Unterhaltung jeden Tag von 0 bis 24 Uhr zu Gunsten einer gewissenlosen Leere fällt.

  1. RTL
  2. Pro 7
  3. RTL
  4. Pro 7
  5. RTL
  6. RTL
  7. RTL
  8. RTL
  9. RTL
  10. Pro 7
  11. Kabel 1
  12. Pro 7
  13. VOX
  14. Pro 7
  15. RTL
  16. Pro 7
  17. Das Erste
  18. Sat 1
  19. Sat 1

(Und irgendwo behält einer mit Zitaten aus jenem Kapitel zur Kulturindustrie immer noch recht, obwohl man an anderer Stelle schreit: nein, auch das Flüchtige ist schön und der Reiz, das Gleiche, das Unausweichliche, das Vergnügen, die Ideologie, das Schema.)

15 August 2009

Velvet Talk

"Come closer. What´s on your mind? What are you doing? Don´t be frightened. What´s your name, favourite colour, song, movie? Don´t be nervous. Are you high?"

I´m on a trip.

"Make a wish! And see yourself on stage."

10 August 2009

Über einen Verlegenheitsausdruck.


Diese Comic-Haltung markiert die Differenz - seit jeher.
Diese Hingabe zum Stoff ist Effekt und Sache.
Diese spezifisch zeitgenössische Sensibilität ist für kurze Zeit

Wasihrwollt.

Dieser Schocker ist rückhaltloser Klatsch - eine angriffslustige Strategie der Affirmation.

Ja Ja Ja.
Nein. Nein. Nein.

Diese Herzen dieser kühnen, leidenschaftlichen, umwerfenden, mächtigen, eleganten und vornehmen Widersprüche - this is the Look of Love.

90
60
90

oder

64
82
95

gestern heute gerade eben jetzt

Angstfrei, charakterstark, großmäulig und nicht so leicht auszurechnen.

Besessen, detailgetreu, leidenschaftlich. Überdreht, großzügig, launisch, frech und subversiv.

Zitat. Simulation. Affirmation. Osmose.

Feiern, trinken, reden sowieso - rock´n´roll-style-mäßig.

Tod.
Asche.
Phoenix.

Das ist Verfall & Aufrichtigkeit.

9 August 2009

Q&A


Willing Davidson (The New Yorker): Are there German writers whose work should better be known in Germany?

Maxim Biller: There´s Robert Schindel, the Jewish Viennese writer, who wrote a marvellous novel, 'Gebürtig', a story full of weird and fascinating Jewish and German characters; and Jörg Fauser, a journalist and writer who learned more from F. Scott Fitzgerald than from Thomas Mann.

8 August 2009

The modern American soul.


7 August 2009

The Anthologist

"I’ve read too many difficult poems. I’ve postponed comprehension too many times. And I’ve written difficult poems, too. No more.

You’re out there. I’m out here. I’m sitting in the sandy driveway on my white plastic chair. There’s a man somewhere in Europe who is accumulating a little flotsam heap of knowledge about the white plastic chair. He calls it the “monobloc” chair. A word I’ve never used. Monobloc, no K. And I’m sitting in one. Its arms are blindingly white in the sun.

His name is Jens Thiel. God, I love Europeans. Jens. Especially the ones from smaller countries. Holland, Denmark, Sweden, Belgium. I love those places. And of course: Amsterdam. What a great name for a city. Paul Oakenfold has a piece of trance music called “Amsterdam.” His name is Paul, and my name is Paul. Paul: What is that crazy U doing there? Paw — U — L."

31 July 2009

Evolution.


"In diesem Moment geht die Tür des Bistros auf, und einer kommt herein, der genauso aussieht wie Matthias Horx."

  • Vergangenheit/Gegenwart:
  1. 1950 bis 1980 - Herrschaft - John Wayne ("Der letzte Scharfschütze")
  2. 1980er - Selbstbezug - Don Johnson / Boris Becker
  3. 1990er - Entthronung - David Beckham
  4. 2010 - Kooperation - Seal ("Ich bin eine Hausfrau.")
  • Gegenwart/Zukunft:
  1. Everyday-Manager (Zwischen Kind, Kram und Karriere)
  2. Health-Hedonist (Vom Stil-Ignoranten zum gesunden Genießer)
  3. Self-Designer (Vom Ego-Trip zum neuen Selbstbewusstsein)
  4. Work-Life-Venturist (Zwischen Laufbahn und Laufband)

Quelle: Zukunftsinstitut, Inhaber Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher

23 July 2009

Eine andere Welt.

19 July 2009

Ein guter Kauf.

Doris: "Ich habe es erreicht. Ich bin - o Gott - Mutter, ich habe eingekauft [...]."

Diotima: "Was also, sprach sie, sollen wir erst glauben, wenn einer dazu gelangte, jenes Schöne selbst rein, lauter und unvermischt zu sehen, das nicht voll menschlichen Fleisches ist und Farben und anderen sterblichen Flitterkrames, sondern das göttlich Schöne selbst in seiner Einartigkeit zu schauen?"

Doris: "Und dann tue ich etwas ganz Großes. In meinem Nigligé, das meine Füße seidig umwallt und meine Knie streichelt, bewege ich mich vor und hebe ganz langsam meine Arme, die von Spitzen überstürzt werden - und an meinen Füßen rosa seidene Pantoffeln mit Pelz dran - und dann hebe ich meine Arme wie eine Bühne und schiebe die große Schiebetür auseinander und bin eine Bühne."

Doris ist eine literarische Figur der Autorin Irmgard Keun und Protagonistin des Romans "Das kunstseidene Mädchen" (1932). Diotima ist eine literarische Figur Platons. Somit ist es Platon möglich, die Schönheitslehre indirekt durch die Frau Diotima wiederzugeben. Sie klärt ihn im "Symposium" (380 v.Chr.)unter anderem darüber auf, in welchem Verhältnis das Schöne zum Guten steht.

16 July 2009

America's Next Top Artist

"How do you go from struggling, emerging or even semi-established artist to selling a complete show for $198 million? It’s a big art world out there, but maybe this is one place to start!

Magical Elves (Peabody Award-winning Project Runway, Emmy Award-winning Top Chef) and Sarah Jessica Parker (Golden Globe- and Emmy Award-winner) and her production company, Pretty Matches, are teaming up for an hour-long creative competition series among aspiring contemporary artists who will create and compete to conquer the art world!

If you’re an emerging or mid-career artist with a unique, powerful voice that demands a bigger stage – well. . . Here. It. Is.

We want contemporary artists. Your medium could be one of many (or several of many) – painting, sculpture, installation, video, photography, mixed-media – we want voices that believe in their art and want the world to know.

Attend one of our four regional casting calls around the country and we will consider you for participation in this groundbreaking show.

Casting Calls for The Untitled Art Project are as follows:

LOS ANGELES
Saturday, July 11 & Sunday, July 12, 10 AM – 2 PM
LAXART
www.laxart.org

MIAMI
Tuesday, July 14, 10 AM – 2 PM
Fredric Snitzer Gallery
www.Snitzer.com

CHICAGO
Thursday, July 16, 10 AM – 2 PM
School of the Art Institute of Chicago
Sullivan Galleries, 33 S. State Street
www.saic.edu

NEW YORK
Saturday, July 18 & Sunday, July 19, 10:00 AM – 2:00 PM
White Columns
www.whitecolumns.org"

8 July 2009

Maß.

Früher

  1. Geschirr von Versace
  2. Besteck von Christofle
  3. Lalique-Gläser
  4. Louis Roederer Cristal
  5. Beluga-Kaviar
  6. La Ratte (festkochend)
  7. Kobe- oder Wagyu-Rind
  8. Château La Fleur Mouton Rothschild
  9. Cohiba
  10. Cognac Martell Cordon Bleu / Hennessy Louis XIII

Heute

  1. Silberrandgeschirr von Puiforcat
  2. Titanbesteck von Puiforcat
  3. Gläser von Theresienthal
  4. Moet & Chandon Rosé
  5. Sibirskaya-Zuchtkaviar von Dieckmann & Hansen
  6. Bamberger Hörnle
  7. BIO-Rindfleisch aus der Region
  8. Château La Fleur Saint-Emilion Grand Cru
  9. Hoyo de Monterrey Epicure Especial
  10. Winzer-Cognac aus der Charente

7 July 2009

It's coming

"A graphic designer wearing a handmade sweater is drinking a fruity cocktail with some friends on the terrace of an 'ethnic' café. They’re chatty and cordial, they joke around a bit, they make sure not to be too loud or too quiet, they smile at each other, a little blissfully: we are so civilized. Afterwards, some of them will go work in the neighborhood community garden, while others will dabble in pottery, some Zen Buddhism, or in the making of an animated film. They find communion in the smug feeling that they constitute a new humanity, wiser and more refined than the previous one. And they are right. There is a curious agreement between Apple and the degrowth movement about the civilization of the future. Some people’s idea of returning to the economy of yesteryear offers others the convenient screen behind which a great technological leap forward can be launched. For in history there is no going back. Any exhortation to return to the past is only the expression of one form of consciousness of the present, and rarely the least modern. It is not by chance that degrowth is the banner of the dissident advertisers of the magazine Casseurs de Pub. The inventors of zero growth-the Club of Rome in 1972-were themselves a group of industrialists and bureaucrats who relied on a research paper written by cyberneticians at MIT."

6 July 2009

Brief vom Paten.

"[...] Hier bei uns kreist das Dasein mehr und mehr um Haus und Garten. Über Zehlendorf hinaus führt kaum noch ein Weg. Die Kräfte und das Interesse an den Ereignissen draußen erlahmen. Um so mehr rückt bei mir die Beschäftigung mit klassischer Literatur und mathematischen Fragen in den Vordergrund. Stille Vergnügen. So geht das mit zunehmenden Alter. Du aber bist noch in der Lage, Dich mit Aufgaben zu überhäufen (und dies hoffentlich noch mit einem gewissen Gefühl der Genugtuung.) [...]"

2 July 2009

Zwei Karrieren.

2009

Frank-Walter Steinmeier im Gespräch mit Hillary Clinton [via Claudius Seidl´s Facebook]

1969

Frank-Walter Steinmeier im Gespräch mit Landbesitzern, um den Altamont Speedway und Parkplätze neben dem Altamont Speedway zur Verfügung zu stellen.

Die Differenz wird durch Zeit, Situation, Gesprächsinhalt und durch das Brillengestell markiert, weder durch die Frisur noch durch die Person.

1 July 2009

I


I too (me too). I already ate. I am an accountant. I am a doctor. I am a lawyer. In any case. In any event. I am not a crook. I am not a lawyer. I am out (of here). I'm back. I'm back. I see. I couldn't agree more. It could be worse. I can't even discuss it. I could fall in love with you. I don't care. I don't know. I don't think so. I don't know. I got to run. I got high tonight. I (I've) got nothing. I got to (go) pee. I have no idea. If I remember correctly. Intel inside, idiot outside. I know. I know, right? I'll be late. I love you. I love you man. I love you. Instant message. In my arrogant opinion. In my humble opinion. In Arial font, it means I love you (a way of using the American sign language in text). In my not so humble opinion. In my opinion. I am sorry. I am so bored. I am the man. I miss u (you). I'm not a lawyer. In over my head. In other words. In real life. I rest my case. I still love you. It's The Accounting, Man (financial blogs). I thought you knew. If you say so. I will always love you. I want a way out. Idiot wrapped in a moron. If you know what I mean. In your opinion. If you say so.*)

*) So verschriftsprachlicht die Jugend ihre Sinnsuche. Auch in einem Mobiltelefon in Ihrer Nähe.

Inbox.

information: 1 facts or knowledge provided or learned; 2 what is conveyed or represented by a particular sequence of symbols, impulses, etc.

  1. Write where your are.
  2. Photos of Keys found.
  3. Try calling me.
  4. Louis Vuitton beendet Streit mit dem Roten Kreuz.
  5. Want to bring you satisfaction.
  6. Your drillo needs support.
  7. Ein guter Tag für die krumme Gurke.
  8. Date announced.

29 June 2009

Stilfragen.

Sie, wie ich erinnere, fragten mich im Mai, so fällt mir jetzt wieder ein, schemenhaft, in der Forumulierung unklar, nicht zitierbar: "Hat das Unterarmtattoo das Potential, das neue Arschgeweih zu werden?", oder anders: "Ist das Unterarmtattoo das neue Arschgeweih?"

Ich, zugleich verwirrt und geschockt über diesen Zusammenhang, sagte nichts, tat mit dem Gesicht so, als ob ich grübeln würde, als ob ich denken könnte, als ob sich in meinem Hohlkörper eine Meinung zusammenbrauen würde, zusammen mit all dem sex and gender, so wie ich es immer tat, als ich Ihre Aufmerksamkeit auf mich zog.

Dieser kurze Moment.

Aber in mir ertrank jeder Gedanke im Klischee: Schwüre, Fremdsprachen, Tribunale, welkende Blumen, blutende Herzen, Anker, Stecknadeln, Tinte; Bob Dylan und Foucault laut lesen; die blasse, aber immernoch blaue Kontur, die eine nackte Frau ergab, auf dem Unterarm des Großvaters, ganz fern: Heidi Klum auf der Sports Illustrated.

Später vielen Wörter. Mode. Das Modische.

Und Sätze: "Das Arschgeweih sei doch sehr speziell."

Eine Entscheidung fiel nicht.

26 June 2009

This is it!


"I wasn´t crying about mothers," he said rather indignantly. "I was crying because I can´t get my shadow to stick on. Besides, I wasn´t crying."

"It has come off?"

"Yes."

24 June 2009

Revealing.

Paran Pour, Bedeckt, Collage, 2005

weitere Links: Hartmut, Rot Fünf, Saatchi, CNN

23 June 2009

Unschuld.

"SIR, Never poor Wight of a Dedicator had less hopes from his Dedication, than I have from this of mine; for it is written in bye a corner of the kingdom, and in a retired thatch´d house, where I live in a constant endeavour to fence against the infirmities of ill health, and other evils of life, by mirth; being firmly persuaded that every time a man smiles, - but much more so, when he laughs, that it adds something to this Fragment of Life. I humbly beg, Sir, that you will honour that book by taking it - (not under your Protection, - it must protect itself, but)- into the country with you; where, if I am ever told, it has made you smile, or can conceive it has beguiled of one moment´s pain - I shall think myself as happy as a minister of state; - perhaps much happier than any one (one only excepted) that I have ever read or heard of." (Laurence Sterne, The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman, 1759-1767)

"This is a work of fiction. All of the characters, incidents, and dialogue, except for incidental references to public figures, products, or services, are imaginary and are not intended to refer to any living persons or to disparage any company´s products or services."

"Sowohl der Autor dieser Aufzeichnungen als auch die Aufzeichnungen selbst sind erdacht. Nichtsdestoweniger sind Menschen wie der Verfasser dieser Aufzeichnungen nicht nur denkbar, sondern unausbleiblich, wenn man jene Verhältnisse in Betracht zieht, unter denen unsere Gesellschaft sich gebildet hat. Ich wollte dem Publikum deutlicher, als es sonst zu geschehen pflegt, einen Repräsentanten der jüngst verflossenen Vergangenheit vor Augen stellen. Er gehört zu der noch in unsere Tage ragenden Generation. In dem Fragment 'Das Kellerloch' stellt er sich selbst vor, seine Anschauungen, und bemüht sich gewissermaßen, die Gründe zu klären, warum er aufgetaucht ist und warum er mit Notwendigkeit bei uns auftauchen mußte. In dem folgenden Fragment beginnen die wirklichen Aufzeichnungen dieses Menschen über gewisse Ereignisse in seinem Leben."(Fjodor Dostojewskij, Aifzeichnungen aus dem Kellerloch, 1864)

"Eva sagt, ich habe starken Mundgeruch. Lasse mir von den Ärzten einiges geben."(10:39 AM Sep 1940 from web)

"Die in diesem Buch wiedergegebenen Positionen sind in einer Ausnahmesituation entstanden, soweit sie den Anspruch auf Dokumentation erheben, was die Person Hanns-Martin Schleyer angeht, unter Androhung von Gewahlt gemacht, soweit sie fiktiv sind, vom Autor erfunden. Der Verlag hat sich zur Publikation entschlossen, weil er in dieser ersten Darstellung der Inneneinsicht eines der wichtigsten historischen Ereignisse der Bundesrepublik Deutschland einen Beitrag zur Zeitschichte sieht."(Peter-Jürgen Boock, Die Entführung und Ermordung des Hanns-Martin Schleyer, 2002)

"Alle hier beschriebenen Personen und alle Begebenheiten sind, von den gelegentlich erwähnten Personen des öffentlichen Lebens abgesehen, frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist völlig unbeabsichtigt."

22 June 2009

Iran Daylight Time

"Lipstick traces on a cigarette
Every memory lingers with me yet
I got it bad like I told you before
I´m so in love with you don´t leave me no more"
(Benny Spellmon, 1962)

Die Große Flagge


Freiheit und Einheit müssen immer und überall erstritten werden. Jetzt neu: Die Große Flagge.

21 June 2009

Abende wie dieser.


Der Abend fing gut an. Und er endete auch gut!

Das Sommerfest in der ARD feierte 40 Jahre Flippers - 40 Jahre und 40 Millionen Platten - mit dem Lausbub der Volksmusik - Florian Silbereisen - und einer überdimensionierten sowie dauerejakulierenden Sektflasche im Fernsehbild, die größer war, als es der Boxring auf Schalke jemals hätte sein können. Relevant war hier, so könnte man meinen, nur die liebevolle Stickerei "fit & geimpft" auf dem breiten Hosenbündchen des neuen und alten und neuen Schwergewichts-Weltmeisters. Denn Hepatitis B, der Virus, wartet, wo man es nicht erwartet, aber wir sind "fit & geimpft", denn wir kennen den Feind und schreiben Hygiene mit "ä". (Devianz und Systemerhalt.)

Nachdem Chagaev in der Werbepause aufgegeben hatte, siegte Judge Dredd, erneut in der ARD, mit Hilfe seines Kompagnon Fergie (Mit deutscher Spongebob-Stimme und dem Namen einer Sängerin, die kam, als die Black Eyed Peas plötzlich nicht mehr Behind the Front und Bridging the Gap waren, sondern irgendwie anders. Die alten Vorurteile.)

Nach zehn Minuten gebannter Aufmerksamkeit, erhellte eine Frage den Saal: "Spielt nicht Jürgen Prochnow in diesem Film mit?" Stille. "Ach, da ist er schon!" Anhaltendes, schmerzendes Lachen. Sechs in der Mitte durchgebrochene Körper.

Der Deutsche in der Figur schafft es nicht, das Ende des Films lebend zu erreichen. Die alte Schuld.

(Bevor ich einschlafe, denke ich, No Country For Old Men ist wirklich ein guter Film.)

20 June 2009

Paradigma.

  1. Women with multiple personalities
  2. Autism
  3. Big Breasts
  4. Interview with the President (repeat)
  5. Real-Life Rambos
  6. Perfumes and Lipsticks and Makeups
  7. Descendants of members of the Donner Party
  8. UFOs That Kill
  9. The possibility of a nuclear war
  10. Toddler-Murderers
  11. Nazis
  12. Women who´ve had mastectomies
  13. Dwarf Tossing
  14. Aerobic Exercise
  15. Concentration Camp Survivors
  16. Salad Bars
  17. Has Patrick Swayze Become Cynical of Not?
  18. Talking Animals
  19. Interview with Donald Trump / Women who´ve been tortured
  20. Best restaurants in the Middle East
  21. The Patty Winters Shows were all repeats.
  22. People Who Weigh Over Seven Hundred Pounds - What Can We Do About Them?
  23. Tips on How Your Pet Can Become A Movie Star? (repeat)
  24. A boy who fell in love with a box of soap
  25. Princess Di´s beauty tips
  26. Spuds McKenzie
  27. A machine that lets people talk to the dead
  28. Home Abortion Kits
  29. Interview with a man who set his daughter on fire while she was giving birth
  30. Beautiful Teenage Lesbians
  31. Men who´ve been raped by women
  32. People with half their brains removed
  33. Feature on Axel Rose / Patty reading Ted Bundys letters
  34. Interview with Bigfoot
  35. Interview with a Cheerio
  36. Girls in the fourth grade who trade sex for crack
  37. ...The Patty Winters Show, which is now on in the afternoon and is up against Geraldo Rivera, Phil Dunahue and Oprah Winfrey
Themen/Inhalte der The Patty Winters Show aus: Bret Easton Ellis, American Psycho, Picador 1991. Die Aufzählung/Reihenfolge enstpricht der Nennung im Roman. Keine Garantie auf Vollständigkeit.

19 June 2009

Harder.


























































Neue Minusvisionen


Die Minusvisionen ziehen um, und zwar hierher. Die Texte aus den Jahren 2003–2009 werden nach und nach als Archiv wieder zugänglich sein.